Als ich vor ein paar Jahren angefangen hab, Blogs für meine Kunden aufzusetzen, war die Regel simpel — schreib für Google, bau Keywords ein und mach relevante Texte. Heute ist das aber etwas anders. KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und der neue Google AI Overview entscheiden, ob dein Unternehmen überhaupt noch empfohlen wird. Und die spielen nach ganz anderen Regeln.
Nun, die gute Nachricht ist: Es ist machbar, und ich zeig dir heute wie!
Früher: ein Leser, eine Suchmaschine. Heute: ein Leser, eine Suchmaschine — und ein KI-Agent der deinen Text in Sekunden scannt und entscheidet ob er dich empfiehlt oder nicht.
KI-Systeme lesen anders als Menschen. Sie suchen nach klaren, direkten Antworten. Nach Struktur. Nach Fakten. Nach Glaubwürdigkeit. Wenn dein Blog-Artikel das liefert, wirst du zitiert. Wenn nicht, existierst du für diese Systeme einfach nicht.
Das klingt nach viel Zeug zum beachten, ist es aber im Prinzip nicht. Denn was KI mag, mögen auch Menschen. Klare Antworten, gut strukturierte Texte, keine leeren Worthülsen.
Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Vergiss kurz alles was du über Keywords weißt und denk stattdessen: Welche Frage hat mein Kunde gerade im Kopf?
Nicht "Webdesign Niederösterreich" — sondern "Was kostet eine Website für meinen Handwerksbetrieb?" Nicht "SEO Agentur" — sondern "Wie komme ich bei Google auf die erste Seite wenn ich kein Budget habe?"
KI-Systeme werden genau mit solchen Fragen gefüttert. Wenn dein Artikel die Antwort liefert - direkt, klar, in den ersten Absätzen, dann wirst du zitiert. Garantiert.
Praktisch umsetzen: Schreib den ersten Absatz jedes Blog-Artikels so, als würdest du jemandem am Telefon die Antwort geben. Keine langen Intros. Kein "In diesem Artikel erkläre ich...". Einfach: Antwort zuerst.
KI-Systeme lieben Struktur. Was in Überschriften steht, wird als wichtig gewertet. Was in Aufzählungen steht, wird leicht extrahiert. Was in langen Fließtext-Wüsten versteckt ist, wird übersehen.
Meine Grundregel für jeden Blog-Artikel:
Das klingt etwas technisch, ist aber eigentlich nur gesunder Menschenverstand: Wenn du deinen Text ordentlich gliederst, findet sich jeder darin zurecht — Mensch und Maschine.
Das ist mein absoluter Lieblingstipp: Jeder Blog-Artikel sollte am Ende eine FAQ-Sektion haben — 3 bis 5 Fragen mit kurzen, direkten Antworten.
Warum? Weil KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity genau diese Struktur lieben. Sie extrahieren FAQ-Blöcke und verwenden sie als direkte Antworten wenn jemand eine ähnliche Frage stellt. Das bedeutet: Dein Name, dein Unternehmen, deine Antwort — direkt in der KI-Antwort.
Bonus: Google zeigt FAQ-Sektionen auch als "Featured Snippets" an — du bekommst also doppelt Aufmerksamkeit für denselben Aufwand.
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness — also: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit. Das ist das Framework das Google (und KI-Systeme) verwenden um zu entscheiden ob sie dir vertrauen.
Für kleine Unternehmen bedeutet das konkret:
Das ist der einzige Schritt der etwas technischer ist — aber in HubSpot ist er einfach umzusetzen. Schema-Markup ist quasi eine Beschriftung für Suchmaschinen und KI-Systeme: Du sagst ihnen direkt "Das hier ist ein Artikel, das hier ist die Autorin, das hier ist die FAQ-Sektion."
Die wichtigsten Schema-Typen für Blog-Artikel:
In HubSpot kannst du Schema-Markup direkt im Blog-Editor unter "Erweitert" einbauen — ohne Programmier-Kenntnisse.
Jeder Artikel den du schreibst sollte auf mindestens einen anderen Artikel auf deiner Website verlinken, und umgekehrt. Das nennt sich interne Verlinkung, und sie hat zwei Effekte:
Erstens: KI-Systeme verstehen dadurch die Struktur deiner Website besser. Wenn mehrere Artikel auf dasselbe Thema zeigen, signalisierts du: "Hier ist eine Expertin für dieses Thema."
Zweitens: Leser bleiben länger auf deiner Seite. Mehr Zeit auf der Seite = positives Signal für alle Algorithmen.
Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Fang mit Schritt 1 an — beantworte Fragen statt Keywords zu jagen. Dann Schritt 3 — FAQ am Ende jedes Artikels. Das alleine bringt schon spürbar mehr Sichtbarkeit in KI-Systemen.
Den Rest kannst du Schritt für Schritt angehen. Oder du sagst mir Bescheid, und wir machen das gemeinsam. 😊
Eine KI-findbare Website ist so aufgebaut, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder der Google AI Overview die Inhalte leicht lesen, verstehen und als Antwort auf Nutzerfragen zitieren können. Das erfordert klare Struktur, direkte Antworten und vertrauenswürdige Inhalte.
Nein. Du kannst bestehende Blog-Artikel nachträglich optimieren — FAQ-Sektion hinzufügen, Struktur verbessern, erste Absätze direkter formulieren. Das dauert pro Artikel 30–60 Minuten und bringt oft schnelle Ergebnisse.
Nicht ganz, aber es gibt viel Überschneidung. Was KI-Systemen gefällt — klare Antworten, Struktur, Glaubwürdigkeit — gefällt auch Google. Wer für KI optimiert, verbessert automatisch auch sein Google-Ranking.
Das hängt von der Branche und dem Wettbewerb ab. In wenig umkämpften Nischen (wie viele lokale Branchen in Niederösterreich) sehe ich bei Kunden oft schon nach 4–8 Wochen erste Verbesserungen.
In HubSpot nicht. Der Blog-Editor bietet direkte Felder für die wichtigsten SEO- und Schema-Einstellungen — kein Code nötig.